Das Umweltrating
Wer von den NationalrätInnen, die für die Eidgenössischen Wahlen 2007 wieder antreten, hat in der ablaufenden Legislatur umweltpolitische Anliegen unterstützt? Das umweltrating.ch der in der Kontaktstelle für Umwelt zusammengeschlossenen Organisationen Greenpeace, Pro Natura, WWF, VCS und Energiestiftung SES liefert die Antwort. umweltrating.ch basiert auf den umweltrelevanten namentlichen Abstimmungen der 47. Legislaturperiode bis und mit Frühlingssession 2007. Das Rating ist an den folgenden vier Kernthemen der KSU-Verbände ausgerichtet: Klima, Naturräume, Risikotechnologien (Atom/Gentechnologie) sowie Verkehr.
Vier Kernziele für die Umwelt
Klima
Die klimaschädlichen CO2-Emissionen in der Schweiz sind bis 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Die Umweltorganisationen fordern deshalb die effiziente Nutzung von Energie und den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien ganz oben auf die Traktandenliste zu setzen.
Naturräume
Die Umweltorganisationen wollen gefährdete Lebensräume und Arten langfristig sichern, mehr Natur im Bauernland, im Wald und in den Siedlungen, Wildnis zulassen. Sie fordern deshalb die Zersiedelung der Landschaft mittels nachhaltiger Raumplanungspolitik zu stoppen und das Verbandsbeschwerderecht der Umweltorganisationen zu erhalten.
Risikotechnologien
Atomkraftwerke sind für die Umweltorganisationen keine Energieoption für die Zukunft. Atomkraftwerke sind riskant und produzieren über zehntausende von Jahre strahlenden Atommüll. Neue Atomkraftwerke sind auch keine Lösung gegen den Klimawandel. Die Atomindustrie verursacht bereits beim Abbau von Uran hohe CO2-Emissionen. Die Umweltverbände setzen sich deshalb für den Ausstieg aus der Atomenergie ein.
Verkehr
Die Umweltverbände fordern zur Lösung der gegenwärtigen Verkehrsprobleme ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz: Der öffentliche Verkehr hilft allen, mobil zu sein, ohne dabei die Umwelt zu sehr zu belasten. Vorgeschlagen werden Lenkungsabgaben auf Benzin sowie Roadpricing gegen den Verkehrsinfarkt in den Agglomerationen.

